Gruft für vier alte Glocken

Die Kelleranlage unter der Seinsheimer Kirche St. Peter und Paul ist alleine schon einzigartig. Diese Anlage erhält jetzt eine Glockengruft. Die Raiffeisenbank Kitzinger Land eG legte mit 5.000,00 Euro einen Grundstein. Aus dem Reinertrag des Gewinnsparvereines folgen noch weitere 5.000,00 Euro, so Vorstandsvorsitzender Albrecht Hack.

2001 kamen die neuen Glocken auf den Turm. Seit dieser Zeit verwahrt Bürgermeister Heinz Dorsch die vier alten Glocken. Und seit dieser Zeit gibt es auch schon die Idee für eine Aufbewahrung der Glocken. Denn der Seinsheimer Künstler Wolfgang Wieland hatte für die neuen Glocken Reliefs entworfen. "Das sind Kunstwerke, die keiner sieht", betont Heinz Dorsch.

Allerdings gibt es davon Abdrücke. Die sollen nun zusammen mit den Glocken präsentiert werden. Der Ort dafür ist auch schon gefunden: der große Kellerraum mit den Fundamenten des Turmes. Zu sehen sein wird die Glockengruft nach deren Fertigstellung dann vor allem bei Führungen von denen es im Jahr etwa 70 bis 80 gibt. "Damit wird ein Kulturgut erhalten", freut sich Albrecht Hack. Zudem sei dies auch für den Tourismus ein Anziehungspunkt, der auch gut ins Weinparadies passe.

Mit dem finanziellen Grundstock kann die Gemeinde Seinsheim, die sich freut, einen Sponsor gefunden zu haben, nun an die Planung der Glockengruft und an die Verwirklichung der Idee gehen. 

Das Bild zeigt Bürgermeister Heinz Dorsch (links) und Vorstandsvorsitzenden Albrech Hack (rechts). Foto: Gerhard Krämer